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THEATRON PFINGSTFESTIVAL 2018  
SAMSTAG, 19. Mai 2018

  Sa 19. - Mo 21. Mai 2018
Eintritt frei
Jugendkulturwerk München

Samstag, 19. Mai 2018
Samstag, 19. Mai 2018, 16.00 Uhr
Hearts Hearts
(Wien)


 
It was on the 1st of January 2016, during the release of their debut album, Young. Independently of each other, Peter Paul Aufreiter and Johannes Mandorfer sent sound snippets over to Hearts Hearts’ singer David Österle. Within the same hour, he’d received an aggressive jazzy piano loop - ‘Phantom’ - and an electronic drum take recorded overseas in ‘Island’ (the German word for the country of Iceland). Österle fran- tically began attempting to put these disparate pieces together; to synchronize what was never meant to be unifed, and started singing over the results.

Though genre-wise no match at all, the fragments didn’t only end up as ‘Phantom/Island’ - the breath- taking opener to Hearts Hearts’ sophomore album Goods / Gods - but the unusual process itself became the aesthetic basis for the entire record. The band‘s widened approach to disparate musical genres became the key element in the creation of eleven new songs. Hearts Hearts have cracked and evolved their electron- ic ballads and downbeat pop into something far more sonically expansive and emotionally soulful, driven by higher energy and a growing array of infuences.

The chance meetings of unrelated options that in- spired the writing and recording process is present throughout the titles of Goods / Gods. The record takes its inspiration from those in between spaces and un- defned borderlines in meaning, symbolised by the slash in every title on the album. Hearts Hearts explore emotional and moral ambiguities on Goods / Gods, taking aim at the ineffectiveness of the dichotomies and borderlines that defne modern society in the process, preferring to “think in options” as Hämmerle puts it. The group sees the diagonal line of the slash symbol as representing an openness and fexibility in meaning; in similarity as much as difference.

Produced by mastermind Peter Paul Aufreiter, the new record conjures a mix of anguish and ecstasy, wheth- er it’s the funky falsetto of ‘Sugar / Money’, or digital monster ballad ‘Do you often think about /’. Taking inspiration from the leftfeld pop productions of Bon Iver, Jamie XX, and Son Lux, they skew addictive hooks into drippy song chambers, littering them with lucid samples and cybernetic production licks, conjoining contrasting elements with prisms of electronics and lush acoustic instrumentation.



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Samstag, 19. Mai 2018, 17.00 Uhr
Paul
(München)


 
Man kann sich dem nur schwerlich entziehen. Dieser umwerfenden Freundlichkeit, dieser Offenheit, dieser ansteckenden Zuversicht, dieser stets unaufdringlichen und doch sehr direkten Charmeoffensive, dieser innigen Umarmung und – in gewisser Weise auch – sympathischsten aller Vereinnahmungen. Und man will das auch gar nicht, denn sofort fällt vieles etwas leichter, es wird heller und dann ist es einfach nur noch schön, dabei zu sein, wenn PAUL seine Lieder singt. Lieder, die in erster Linie von ihm und seiner – nun ja – jugendlichen Gefühlswelt handeln. Denn, Paul ist gerade mal 20 Jahre alt, hat vor zweieinhalb Jahren sein Abi gemacht, etwas zögerlich damit begonnen Philosophie zu studieren und will nun die Welt mit seinen mal poetischen, mal melancholischen, immer aber auch positiv gestimmten Popsongs erobern. Diese wissen nicht nur zu berühren sondern künden obendrein vom ungebremsten Enthusiasmus eines Musikers, für den es gar kein anderes Ziel geben kann, als die Bühne.

Was zählt ist die Energie dieses jungen Mannes aus der oberbayerischen Provinz und diese kann man förmlich spüren: Takt für Takt, Zeile für Zeile. „Vielleicht ist es nicht immer nur der Kopf, der das alles verstehen muss“ sagt Paul und so kann man seine Songs geradezu physisch wahrnehmen und spüren, wenn sich einem ein Lächeln ins Gesicht drängt und einem das Herz aufgeht, wenn Paul vom „Sommer“ singt, wenn er in „Komprimiert“ seinem Seelenblues freien Lauf lässt oder er schlicht „Kein Tag mehr ohne dich“, „So fängt es an“, „Letzter Refrain“ oder „Nie mehr nach Hause“ intoniert, bei denen jetzt schon in aller Regelmäßigkeit die Eingeweihten mitsingen.

Paul bleibt derweil der, der er ist: „Ein Geschichtenerzähler, ein Beobachter, ein Reisender und Suchender“, wie er es selbst formuliert. Einer, der einen Traum hat und zwar den, seine „Leidenschaft zur Berufung zu machen.“ Das mag vielleicht naiv klingen, und ist es wahrscheinlich auch, egal, man mag es einem so jungen Menschen nachsehen, wenn er sich aufmacht, zumindest mit popmusikalischen Gedanken, die Welt zu begeistern.



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Samstag, 19. Mai 2018, 18.00 Uhr
Tiger Tiger
(München)


 
„Der größte Vorwurf, der der Urban-Outfitters-Generation gemacht wird, ist das unstringente Zelebrieren der Oberfläche. Die Facebook-Hipster erwerben ihre Vinyl-Platten in besagtem Bekleidungsshop, in dem es auch die original nachgeschneiderten Looks der frühen Neunzigerjahre zu kaufen gibt. Dass das bezeichnenderweise die Zeit ist, in der Vinyl-Platten sukzessive durch CDs ersetzt wurden, ist geschenkt, oder besser: egal. Denn dafür gibt es ja die Neupressungen bei Urban Outfitters, samt den Spaghettiträger-Kleidchen und den Doc-Martens, die man jahrelang nur in gut sortierten Punk-Schuh-Läden (ja, so etwas gibt es auch in Münchens Innenstadt) erstehen konnte. Aber solche Spitzfindigkeiten, die unter die Oberfläche stechen und vielleicht sogar einen ideellen Wert neben dem Style bereithalten, sind dieser Generation egal. Hier ist man alternativ und anti-mainstream, weil es hip ist. Das ist ein Gegensatz? Hier schließt sich der Kreis. Außer bei Cornelia Breinbauer. Denn die Münchner Musikerin durchbricht den Kreis mit ihrem neuen Projekt Tiger Tiger. Gerade hat sie mit „Reality“ ihre erste Single samt Video veröffentlicht. Und die klingt nach Musik für die Hipster-Generation, die aber die kleinen selbstinszenierten Albernheiten längst begriffen und durchschaut hat. Tiger Tiger macht gereifte Musik für die nun erwachsenen ersten Großstadt-Hipster.

Vor einigen Jahren tauchte Cornelia schon mal in der deutschen Musikszene auf. Ihre zunächst folkige, später dann träumerische, elektronische Band Soki Green, in der sie Klavier spielte und sang, wurde über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Doch die Aktivitäten mit Soki Green seien vor zwei Jahren weniger geworden, erzählt sie. Die Zeit, kurz nach der Geburt ihrer zweiten Tochter, nutze Cornelia aber, um am Laptop zu Hause mit Midi-Keyboard neue Musik zu schreiben. „Ich wollte manipulierten Gesang, Vocoder, stotternde Beats, verzerrte Gitarren und Bässe, Echos“, erklärt sie schlicht. Sie habe herausfinden wollen, wie sie alleine Musik machen kann. Ziemlich gut kann sie das.

„Reality“ ist ein Song, in dem Hippie-Psychedelika mit Hipster-Stechpalmen zu einem wunderbar schmeichelnden und gleichzeitig komplexen Songwriting vermengt werden. Die verschiedenen Tonspuren überlagern sich zu einem homogenen Klang, der Gesang liegt mehr darin als darüber, ist aber dennoch weder schüchtern verhuscht noch reine Klangmasse, sondern immer noch Cornelias stärkstes Instrument. Selbst mit den Vocoder-Verfremdungen, die sie hier auf ihre Stimme legt, bleibt ihr dunkles, etwas trübes, aber warm-breites Timbre hörbar und stilprägend. Gegensätze sind hier eben gerade nicht egal, sondern werden quasi realitätskonstituierend in die Musik mit aufgenommen: „Imagination und Wirklichkeit sind wichtige Themen“, erklärt sie, die sich viel mit Oppositionen wie „Endlichkeit und Unendlichkeit oder Bewusstsein und Unbewusstsein“, beschäftigt habe. Als finaler Kommentar dazu funktioniert die lässigere, leichtere und bisweilen groteske Musik. Tiger Tiger ist trotz aller Reife noch Musik für Nachtmenschen. Die Welten, die Cornelia vertont, sind nichts für nüchternes Tageslicht. Doch die Stunde dieser Nacht ist schon so weit fortgeschritten, dass erste Ernüchterungserscheinungen bereits eingetreten sind.“ (Rita Argauer, SZ/Junge Leute)



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Samstag, 19. Mai 2018, 19.00 Uhr
Jungstötter
(Berlin)


Das ist ein Video von Sizarr und Fabian Jungstötter ist deren Sänger und in diesem Video auch der Hauptprotagonist.

 
Fabian Altstötter ist kein unbeschriebenes Blatt. Schon in frühester Jugend gründete der aus Landau stammende beau mit seinen Freunden Philipp Hülsenbeck und Marc Übel die Band Sizarr, die zwei erfolgreiche und von der Kritik hoch gelobte Alben veröffentlichte. Der Sound von Sizarr war jugendlich, wenn sich auch hier schon eine enthusiastische Kenntnis der Popgeschichte wie auch jene Ästhetik der Melancholie zeigte, die vielleicht über das junge Alter der Musiker hinwegtäuschte.

Nun sind einige Jahre ins Land gegangen, nach Stationen in Mannheim und Leipzig lebt Altstötter in Berlin, die Kleider haben an Farbe verloren, die Mäntel sind länger geworden, die Haut ist gestochen von morbiden Fantasien. Jungstötter tritt auf und die Melancholie ist noch da. Aus dem Kokon des jungen Sängers hat sich ein gereifter Erzähler entpuppt. Keine Abkehr, vielmehr: Konsequenz.

Die Stücke offenbaren Engels Qualität als Songwriter aus neuer Perspektive, sie leben von einer Dramaturgie, in der man sich verliert. Schwelgerisch treiben sie durch ein Meer, mal ist die See ruhig, dann der Wellengang plötzlich hoch. Ein Glücksfall: Text und Musik harmonieren, schaffen eine Ästhetik, die sich nicht erklären braucht.

Die Texte Jungstötter's verhandeln das Leben des jungen Künstlers und schaffen im Persönlichen eine Öffnung, zeichnen die Worte im Klang doch vielschichtige Gemälde, deren starke Motive nicht zum Eintauchen einladen – vielmehr erzeugen sie einen Sog, einen Schacht. Im schwarzen Nichts der Tiefe ist der Boden nicht zu sehen, doch die Wände des Abgrunds sind verhangen von rotem Samt.

Anders als bei Sizarr reduzieren sich die mit Max Rieger aufgenommenen Stücke auf ein paar wenige Instrumente, ihre Verspieltheit emanzipiert sich ohne viel Pomp. In der Arbeit an den Songs wurden sie musikalisch immer reduzierter, bildeten eine Skulptur heraus, die nun nicht arm an Verzierung auftritt, ihren Körper, ihre Mimik, ihren Ausdruck jedoch ohne große Effekte findet. Dabei, und das markiert eine ganz besondere Note, ist sie von einem seltsam introvertierten Pathos behaftet, der ohne Gebrüll auskommt, nicht plakativ verfährt – sondern bedacht und fast zärtlich nach seinen Hörern greift.

Die Referenzen liegen in einer romantischen Sphäre. Zwischen der Schwere der Bad Seeds, dem Schmerz Tuxedomoons, den alptraumhaften Songlandschaften Scott Walkers, der Intensität Neil Youngs und der Zartheit Marc Hollis’ jedoch findet Altstötter zu einer Musik, die sich neben dem Erbe genannter Musiker ein eigenes Haus baut. Die kargen Zimmer dort sind erhellt vom Schein flackernder Kerzen. Und dieses Haus hat Altstötter nicht allein bezogen, mit seinem Jugendfreund und Langzeitkollaborateur Philipp Hülsenbeck und Manu Chittka, einem der zur Zeit in Deutschland gefragtesten Trommler (Love-Songs, Messer, Kreidler, Andy Otto etcetera), hat er sich eine Band rekrutiert, die durch ihr intimes Zusammenspiel das Organische der feinsinnigen Songs noch potenziert. Die Stücke sind dabei jedoch nicht auf die Band angewiesen, Jungstötter spielt sie je nach Anlass alleine am Klavier oder mit Band. Wir folgen ihnen, so oder so: In die Tiefe.



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Samstag, 19. Mai 2018, 20.00 Uhr
Boiband
(Berlin)


 
Tucké Royale und Hans Unstern haben Anfang 2016 die BOIBAND gegründet. Für das Debut Album The Year I Broke My Voice ist Black Cracker als drittes Bandmitglied dazugestoßen.

Boy mit I steht für die Problematisierung von Mannsein als Penis-Talent, für einen nachträglich erworbenen Stimmbruch, für die Akzeptanz schwangerer Daddies und für die Effeminisierung des Abendlandes. Der „exzentrische Radikal-Chansonnier“ und „Sprachskeptiker“ Hans Unstern, „Performance Wunderkind“ und „Siebenkämpfer der Subkultur“ Tucké Royale und „Berlin's hottest Hip Hop artist at the moment!“ und „7-Billion-Dollar-Face“ Black Cracker positionieren sich im amourösen Dreieck BOIBAND. Unstern und Royale haben zusammen die Songs geschrieben, Cracker die Beats produziert und Sounds kreiert.

Dabei entstand eine unverwechselbare musikalische Synergie, deren Markenzeichen Royales und Unsterns Gesänge sind. Wo Unstern in schwindelerregenden Höhen singt, klingt Royale eine Oktave darunter mit ordentlich Pathos in den Stimmbändern. Die selbstgebauten Harfen, von Unstern gezupft, geschlagen und gestrichen, bilden den organischen Angelpunkt der Harmonien, und treffen auf Crackers urbane Sounds und Arrangements und werden schließlich von Royales analogem Schlagzeug zurück in die Garage geschickt. Die unkonventionelle Instrumentierung der BOIBAND verzichtet auf eine klassische Besetzung und verlässt gewohnte musikalische Erzählweisen. So kommt das Debut Album The Year I Broke My Voice in einer ganz eigenen Temperatur daher. Die empowernden Pop-Songs bestechen in ihrer kollektiven Autorenschaft durch epische Verse. Text und Musik beschreiten zusammen einen innovativen Weg in die Zukunft und rufen uns von dort aus zu, dass das bessere Leben kein blasser Traum ist. Bei BOIBAND gehen politische Inhalte und Glamour zusammen. Zu Ehren vergessener Genitalien heißt es im pornografischen Antieinschlafgebet Perineum von einer Spieluhr begleitet: „Pray for my perineum“. Der Lovesong Bikini Atoll erklärt die Parole „Let's Make Love On The Bikini Atoll“ als eine Metapher für den Willen, ein gutes Leben in einer vergifteten Atmosphäre zu führen. BOIBAND bleibt nicht vor dem Versprechen der Utopie stehen, sondern ermutigt dazu, der Einladung auf die post-utopische Insel zu folgen. Die Erfahrung ewiger Jugend und hormoneller Verjüngung wird in Second Puberty charmant besungen: „The voice breaks with every shot of T / It's not a freudian slip / Overwriting deja vu's / Of leaving the sinking ship“. Mit dem Opener Herosexual haben BOIBAND ein Manifest geschrieben und verkünden „The revolution will be injected“. Die Songs referieren mitunter auf queere Bewegungen und Wahlverwandte. So wird Leslie Feinbergs Einsicht „Strange to be exiled / from your own sex / to borders / that will never be / home“ zum Refrain für den Song Diaspora. Butch Stone Blues beklagt den Tod der weltweit durch Hassgewalt ermordeten queeren Schwestern und Brüder, erinnert sich an sie und erweist ihnen die letzte Ehre: „So many short short stories with mortal endings. In this lapidarium of comrades the cranes twitter lamentations“.

Der 10minütige Schluss-Song Hermmaids rehabilitiert die in Märchen und Kitsch geschändeten Meerjungfrauen und träumt von utopischen Orten an denen alles möglich scheint: „Nobody holds their breath under water“.



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Samstag, 19. Mai 2018, 21.15 Uhr
Leyya
(Wien)


 
„Leyya sind vielleicht nicht der erste Act, der einem aus Österreich einfällt, aber die beiden jungen Musiker gehören zu dem besten, was die Alpenrepublik jemals der Popmusik geschenkt hat.“ (Musikexpress)

Sie sind zwar dem Newcomer - , aber noch lange nicht dem coolen Geheimtipp - Status entwachsen.
Das Duo aus Wien reiste mit träumerischer Elektronika um die Welt, tourte ausgiebig in den USA, spielte in
Island auf dem Iceland Airwaves und in Barcelona auf dem renommierten Primavera Sound. In diesem Jahr gewannen sie mit dem Amadeus Award Österreichs wichtigsten Musikpreis und BBC-Radio-1-Moderator Huw Stephens outete sich als Fan. Ihre Single „Superego“ erreichte mehr als drei Millionen Hörer auf Spotify und mehrere hunderttausend auf YouTube.
In 2017 wich das elektronisch-melancholische Gewand ihres Debütalbums „Spanish Disco“ einer deutlich bunteren Optik und erstaunlich leichtem Sound. Ihr zweites Album „Sauna“ erschien im Januar 2018, die ersten Singleauskoppelungen „Zoo“ und „Oh Wow“ verraten schon: Leyya sind den melodramatischen Moll-Akkorden überdrüssig, sie haben Bock auf süße Melodie…



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