Programm    Samstag    Sonntag    Montag    Veranstaltungsort    Partner    Presse Info    Gästebuch
 
 
Landeshauptstadt München Jugendkulturwerk München Olympiapark München GmbH Abendzeitung München Feierwerk e.V. Umwerk, München Queerbeat, Festivalleitung Pfingst-Open-Air CYBE Graphics - Webdesign, München
 
1 Tag zurück 1 Tag weiter

THEATRON PFINGSTFESTIVAL 2015   
SONNTAG, 24. MAI 2015

  Samstag 23. - Montag 25. Mai 2015
Eintritt frei
Sonntag, 24. Mai 2015
Sonntag, 24. Mai 2015, 16.00 Uhr
Woodpigeon
(Toronto/CAN)


 
Mark Hamilton ist Woodpigeon – und ein Reisender. Eigentlich eine Größe der Indieszene von Calgary, Kanda. Ein Geschichtenerzähler mit leichtem Gepäck: Eine Gitarre, ein Verstärker, ein Looper. Das reicht, um in aller Ruhe und Schönheit von Menschen, Liebe und fremden Orten zu erzählen, Akkordstränge zu verzweigten Gleisbetten zu flechten, Töne als vorüberfliegende Wegmarken zu platzieren.

Und vor allem Zuhörer an den Lauf seines Erzählstrangs zu binden, wie Reisende in fernen Ländern ans Zugfenster:

Die Zeit verfliegt, am Ende ahnt man ein bisschen mehr, und steht an anderem Ort als noch vor 90 Minuten. Ein Songwriter, wie sie eben seltsamerweise doch meistens nur in Nordamerika (auf)wachsen.

nach oben springen 1 Tag zurück 1 Tag weiter
Sonntag, 24. Mai 2015, 16.45 Uhr
Cosby
(München)


 
"Es passieren immer mehr absonderliche Dinge auf dem Musikmarkt. Dinge, die in den Neunzigerjahren vor der Musikwirtschaftskrise undenkbar gewesen wären. Damals wurde noch strikt getrennt zwischen Indie- und Major-Produktion. Etwas, das sich nicht nur in Vermarktungsstrategie und Veröffentlichungsform bemerkbar machte, sondern sich schon in der Soundästhetik niederschlug. Und heutzutage gibt es Bands, die klingen wie astreine Major-Pop-Produktionen – die aber trotzdem ganz den Indie-Prinzipien unterliegen und sich selbst produzieren. Wie etwa die Münchner Band Cosby. Musikalisch und ästhetisch klingt das nach groß angelegter und teurer Produktion und Strategie. Doch die Band um die Sängerin und Songwriterin Marie Kobylka fand sich selbst zusammen und hat nun für die Veröffentlichung ihrer ersten EP ein eigenes Label gegründet.

Doch das, was von der einst so mächtigen Musikindustrie übrig geblieben ist, wartet bei so etwas nicht lange: Kaum hatte das Quartett die ersten Demos ins Internet gestellt, klopften schon die Management-Agenturen an. "Wir hatten gerade unsere Facebookseite und Homepage eingerichtet, da wurden schon ein paar Leute auf uns aufmerksam", sagt Marie, aktiv hätten sie sich nicht darum bemüht. Dennoch werden sie nun professionell betreut, mit einem Musikstil, der derzeit bestens funktioniert.

Und so trägt die Konstellation einer Band, die sich selbst in Indie-Maßstäben begreift, aber musikalisch im Mainstream-Pop verwurzelt ist, interessante Früchte: Mainstream-Sound, der sich noch etwas von dem individuellen Charme bewahrt hat, den die ganz großen und von Major-Labels finanzierten Produktion mittlerweile völlig verloren haben."
(Rita Argauer, Süddeutsche Zeitung)

nach oben springen 1 Tag zurück 1 Tag weiter
Sonntag, 24. Mai 2015, 18.00 Uhr
Viech
(Graz/A)


 
Angenommen, es behauptet jemand nach Dienstschluss ganz selbstbewusst, dass es im Büro wieder zum "Einiviechern" war, dann ist das zweifelsohne kein garstiger Ausdruck oder darwin'scher Querverweis, sondern heißt lediglich mucho Stress, viel Arbeit und hohe Aktivität.

Wer nun die Grazer Band VIECH kennt, weiß spätestens jetzt, woher möglicherweise ihr Name kommt. Mit der Energie, die die fünf Steirer auf der Bühne versprühen, könnte man ung'schaut ganz Kleinreifling beleuchten und beschallen.

Das ist steirischer ElektroPowerPop, bravourös runtergespielt in Akkordzeit. Mit einzigartigem Gesang und unvergleichlichen Sound visieren sie mit neuem Album im Repertoire die Seewiese an. Steuermann, wir warten mit einem Grinser im Gesicht am Ufer und zählen die verbleibenden Tage.

nach oben springen 1 Tag zurück 1 Tag weiter
Sonntag, 24. Mai 2015, 19.00 Uhr
Human Abfall
(Stuttgart)


 
Human Abfall bestehen seit Herbst 2011 aus Menschen, die an unwirtlichen Orten wie Stuttgart und Berlin leben müssen – den Städten der Verachteten, wo wirklich niemand auch nur mal für eine halbe Stunde tot über dem Nachbarszaun hängen möchte. Trotz oder gerade wegen des unumstößlichen Molochs ihres Lebensraumes sind alle Augen und das Interesse der Öffentlichkeit auf die zurzeit, sagen wir, eigenständigste Punkband des Erdballs gerichtet. Das anziehende Soundgerüst besteht aus einem noisigen Gitarrensound mit knarzigen, dem Wave zugewandten Bassläufen und einem zielsetzend, minimalistisch scheppernden Schlagzeugbeat. Die Musik der Gruppe Human Abfall äußert sich in technikschwerem Rhythmus und ist mehr dystopische Stimmungsmalerei als einfach nur eindringliche Melodie.

In den Texten werden Gefühle, Alltagsgegenstände, Zustände widergespiegelt und auf ein eindringliches Minimum reduziert. Keine Betroffenheit - denn über dieses Stadium sind Human Abfall längst schon hinaus. Der Sänger mit verirrt finsterer Miene verpackt den sperrigen Postpunk (nicht unähnlich Grauzone oder Campingsex) in Früh-80er-Deutschpunk (à la Mittagspause und S.Y.P.H.) mit verbraucht doppelbödigen Texten und schafft es trotz wutentbrannten, manisch wiederholten Dada-Parolen stets, dem Hörer eigene Bezüge zu persönlichen Realitäten zu entlocken.

Individuen abstoßende, kafkaeske Erzählart verwoben mit den existenzialistischen Wirren des modernen Lebens in der Kampfzone des digitalen Kapitalismus wird wieder und wieder auf das Wesentliche verknappt. Von Stück zu Stück der Schallplatte entsteht der klaustrophobische Eindruck, ein Kurt Schwitters habe seine Schere an den literarischen Werken Jean-Paul Sartres, Simone de Beauvoirs, Albert Camus’ und Gabriel Marcels angesetzt, um die Collage der immer wiederkehrenden Textbausteine mit Hammer und Nagel dem Zeitgeist anzuheften.

Eine ganz eigene Erzählart entsteht, weder literarisch noch musikalisch – mehr wie Armdrücken gegen die Wand. Man spürt die Stadt, den Beton, den Dreck. Man spürt den Teil der Gesellschaft über den niemand gerne redet.

nach oben springen 1 Tag zurück 1 Tag weiter
Sonntag, 24. Mai 2015, 20.00 Uhr
King Of Cons   —   SPECIAL DAILY ACT
(München)


 
Der König der Betrüger bittet zur Audienz: The King of Cons ist ein junger Musiker aus München, der mit handgemachten englischsprachigen Songs den Geist von Singer-Songwriter-Legenden wie Paul Simon, Neil Young oder Cat Stevens heraufbeschwört und in die heutige Zeit transportiert.

Mit starken Texten und vielfältigen Sounds liefert er den Soundtrack für eine Generation Y, die sich den gesellschaftlichen Herausforderungen ihrer Zeit stellen muss und ständig auf der Suche nach dem persönlichen Glück ist. Egal ob mit stampfenden Beats, groovigem RnB oder puristischen Akustikgitarrenklängen - die Frage nach dem Warum ist ein zentrales Element im Schaffen des Münchners.

Die Antwort darauf bieten abwechslungsreiche Songs, die moderne Effekte mit traditionellem Folk verbinden und – anders als es der Name ihres Schöpfers vermuten lassen würde – vor allem eines sind: ehrlich und authentisch.

nach oben springen 1 Tag zurück 1 Tag weiter
Sonntag, 24. Mai 2015, 20.15 Uhr
Twerps
(Melbourne/AUS)


 
Hätte Courtney Barnett nicht schon eine Backing-Band, und wären Twerps nicht überqualifiziert für den Job, könnte man sie zu einer Supergroup für Indierock aus Melbourne zusammennähen.

Lange bevor es Indierock für die vergessenen Sofaritzen der Generation Slackertum gab, stand der Name TWERPS für The World’s Easiest Role-Playing Game, eine erstmals 1987 erschienene Parodie auf die hochkomplexen Pencil-and-Paper-Spiele, mit denen Jungs wie Sie und ich ihre sexlose Landjugend bestritten haben.

Twerps aus Melbourne haben sich nicht nur nach TWERPS benannt, sondern auch seine Mentalität verinnerlicht. In ihrer Rockmusik wird nichts überstürzt und verkompliziert, es geht um Gitarren, Refrains, restraint und hin und wieder mal ein schüchternes Rübernicken zu den Feelies. Nun veröffentlicht Merge TWERPS zweites Studioalbum ,Rage Anxiety". "Rage Anxiety" ist ein sehr gelungenes Vorzeigemodel der Kreativität und Vitalität, die TWERPS in ihre Musik bringen. Beim ersten Hören werden die Einflüsse von THE GO-BETWEENS und Flying Nun Bands klar hörbar.

Beim näheren Hinhören wird jedoch deutlich, dass die Band ihren Sound weiterentwickelt hat, zu etwas, das einzig und allein ihnen gehört.

nach oben springen 1 Tag zurück 1 Tag weiter
Sonntag, 24. Mai 2015, 21.15 Uhr
Tom Wu
(München)


 
Tom Wu ist singender Schlagzeuger, seine Musik ist düster, hypnotisch und psychedelisch. Sein physisches Trommeln bildet den Kontrapunkt zu seiner entrückten, flehenden Stimme, die immer etwas zu betrauern scheint. Seine Lieder, dem strengen Dogma des Minimalismus verschrieben, bestehen in den meisten Fällen aus einer wuchtigen Synthesizer- Bassmelodie, gewürzt mit lofi Soundflächen und Flötenarrangements. Der Rest ist Rhythmus und Stimme.

Seine Musik klingt modern, verweist aber immer wieder auf orchestrale Experimente der 60er Jahre. Die Texte sind kollagenhaft, sie handeln von Einsamkeit und Perversion, von Sex und nicht Sex, von Abgründen und Albernheiten.Tom Wu's Liveshow ist ein Spektakel aus Lightshow und tanzenden Amazonen. Alle 9 Songs des Mitte März 2014 erscheinenden Albums wurden in einer Industriehalle live eingespielt und die ganze Show auf Video aufgezeichnet. Jeder Song ist in Form eines Videoclips auf YouTube zu sehen sein.

"Ist München jetzt das neue New York? Inmitten der von der Sonne verwöhnten Schicki-Micki-Hochburg erschafft Tom Wu derart dunkle, bedrohliche Song-Monster, als wäre das Monaco Bayerns der Großstadt-Moloch des neuen Jahrtausends. Dazu erzählt er mit verhallter Stimme Außenseitergeschichten von Einsamkeit und sexuellem Verlangen. Da passt es nur zu gut, dass er auch Velvet Underground durch seine Synthies treibt, die einst die dunklen Ecken von New York erkundeten."
(Hardy Funk, Skug)

nach oben springen 1 Tag zurück 1 Tag weiter
 
Landeshauptstadt München Jugendkulturwerk München Olympiapark München GmbH Abendzeitung München Feierwerk e.V. unterstützt vom Arbeiter Samariter Bund München ASB