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"...Mother Tongue lives..."
Wieviel Wahrheit in
diesem kurzen Statement steckt, das bei fast jeder Show im
letzten Jahr zu hören war, kommt immer mehr zum Tragen.
Die
unglaubliche Energie ihrer Live-Shows, der Spielwitz und
der Wahn zu ausgiebigen Jam-Sessions kommt hier ebenso zur
Geltung, wie ihr Songwriting, das sich gegen jedes Format
sperrt. Songs sind hier sind keine 3-Minuten-Tracks bestehend
aus dem ewigen Strophe-Rephrain-Strophe, sondern ausufernde
Arrangements mit kruden Rhythmuswechseln voller Groove und
Energie, mehrstimmiger Gesang, spacige Soundgebilde.
Und
zu guter Letzt verleugnet die Band nie ihre Einflüsse,
die nicht nur zahlreich sind, sondern als Verneigung vor
großen Namen angesehen werden.
Bandnamen, die gerne als Einflüsse genannt werden, funkeln
auch auf ihrem neuen Album an allen Ecken durch.
Es sind
Erinnerungen an die Kraft des Punk, die Hochachtung für
die ungezügelte Verspieltheit der 70er, die Verneigungen
vor der Energie des Alternative-Rock der frühen 80er
Jahre und der Respekt für Blues, Funk und Soul, die
bei MOTHER TONGUE wie selbstverständlich zusammen kommen
und auch 2003 frisch und zeitlos wirken.
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