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Konzeption
/ Projektbeschreibung
Der Gründer des Jugendkulturwerks und Initiator der ersten "Serenade", Stadtschulrat Anton Fingerle, wollte nach der Katastrophe des "Dritten Reiches" besonders der Jugend wieder echte kulturelle Bildung nahe bringen. Das war 1947; bis 1971 gab es dann die "Serenade" in loser Folge. Seit dem Jahr der Olympischen Spiele ist sie fester Bestandteil des Münchner Konzertlebens. Der hochsommerliche "Grüne Konzertsaal" vor der Badenburg zieht Tausende von Besuchern jeden Alters an: es kommen Kenner, Liebhaber, Neugierige, Stammgäste. Wer sich vielleicht mit den "normalen" Konzertsaalritualen nicht so richtig anfreunden kann, der hat hier Gelegenheit, ganz ohne Schwellenangst große klassische Musik kennenzulernen – hier im "Grünen Konzertsaal" herrscht die entsprechende lockere Atmosphäre. Die Serenade ist die einzige größere Konzertveranstaltung im Nymphenburger Schlosspark und wird durch die Großzügigkeit der Schlossverwaltung ermöglicht, die das Areal vor der Badenburg dem Jugendkulturwerk unentgeltlich zur Verfügung stellt. Die Programme der "Serenade" bieten neben reiner Instrumentalmusik auch szenische Aufführungen und Lesungen. Seit vielen Jahren ist das Jugendkulturwerk mit Hartmut Zöbeley, dem Dirigenten der "Munich Festival Players" und der "Sinfonietta München", dem Studentenorchester Münchner Hochschulen, eng verbunden. Zum Ausweichen bei Regenwetter steht der Hubertussaal im Nymphenburger Schloss zur Verfügung – ein wunderschöner Saal mit exzellenter Akustik, der aber natürlich nur einem Bruchteil der Besucher Platz bieten kann. Kostenlos ist die "Serenade im Park" ebenfalls bei jedem Wetter ... Kulturelle Bildung ist heute so wichtig wie eh und je. Schon immer hat es Ideologen, Ignoranten, Technokraten gegeben, die die Bedeutung dieser Art von Bildung nicht sehen wollten. Die wohl größte Gefahr aber geht von der Finanznot unserer Zeit aus: so musste auch die Stadt München den Etat für das Jugendkulturwerk erheblich kürzen. Zum Glück konnten Sponsoren gewonnen werden; zusammen mit den Spenden des Publikums war die "Serenade" bisher gesichert. Leider ist jedoch die Zukunft auch hier etwas unsicher ...
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